Finnland 2026
Nach langer Pause werden wir Ende August bis Mitte September eine Reise nach Finnland machen. Ich muss mit dem neuen Home ins Werk um einige unschöne Sachen zu ändern. Den Termin habe ich vor 6 Monaten erhalten !!!. Bei der Anfahrt nach Finnland hat sich eine Änderung ergeben. Aus gesundheitlichen Gründen wird Tuulia mit dem Flugzeug bereits am Donnerstag dem 20.8 nach Helsinki fliegen und dann mit dem Bus nach Pori fahren. Es stehen einige Besuche an. Ich habe so die Möglichkeit frei zu drin mit den Fahrstrecken. Da ich die ersten 400 km dann nach dem Werkbesuch bereits gemacht habe werde ich in aller Ruhe am Freitagmorgen 02.00 Uhr in Travemünde mit der Finnlady nach Helsinki schiffen. Am Samstagmorgen um 10.00 Uhr landet das Schiff in Vuosaari von wo aus ich dann ebenfalls nach Pori fahre. Von da aus werden wir dann nach einigen Tagen Aufenthalt südlich fahren und diverse Orte und Naturschutzgebiete besuchen. Der Endpunkt wir dann Puumala im Westen nahe der russischen Grenze sein wo wir das Ferienhaus von Markus einige Tage geniessen, bevor ich dann zusammen mit Tuulia per Schiff zurückfahren.
Nach langem Warten ging es heute los in vielen Etappen nach Finnland und zurück. Dazu haben wir vier Wochen Zeit. Um 09.00 ging die Reise los. Ich hatte ersten noch alles eingeräumt im Hause alles nötige erledigt und war damit am Morgen bereit. Tuulia ist am Donnerstag bereits mit der Finnair nach Helsinki geflogen. Am Abend bekam ich ein überraschendes Telefon vom Purser der besagten Maschine. Es sei alles in Ordnung keine Panik. Ihr Handy wurde aber in Zürich bei der Security Kontrolle gefunden worden. Also habe ich die Lost und Fund Abteilung am Flughafen kontaktiert. Mir wurde der Fund bestätigt. Ich habe es am Freitag abgeholt. In der Zwischenzeit hat Tuulia ihr altes Nokia mit einer Prepaid Karte bestückt und war wieder erreichbar. Grosse Aufregung die schnellbehoben werden konnte. Wie sie mir mitteilte ist ihr eine chaotische Chinesengruppe in die Quere gekommen.
Ohne grössere Probleme mit fünf zum Teil chaotischen Umleitung (gut signalisiert, dann aber plötzlich ohne weiter Info) erreichte ich mit zwei kleinen Umwegen dann gegen 14.00 Uhr ein wunderschönes Naturparadies. Der Itzelberger See ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Teilort Itzelberg. Ein Runderwanderweg führt um den ca. 8,4 Hektar großen See herum. Der Itzelberger See wurde von den Mönchen des Klosters künstlich angelegt. Fische waren die Fastenspeise. Über Jahrhunderte hat das Wasser seine Bedeutung für die Fischzucht erhalten. Ein eindrucksvolles Landschaftsbild gewährt die Vogelschutzinsel am Einlauf der Brenz in den Itzelberger See. Dieses Feuchtbiotop entstand während der großen Entschlammungsaktion des Itzelberger Sees. 1957 entschlossen sich die Gemeinderäte aus Königsbronn und der damals noch selbständigen Gemeinde Itzelberg, den See zu entschlammen. Das Seebecken war mit einer zwei Meter hohen Schlammdecke bedeckt und hatte einen Wasserstand von nur noch einer Tiefe von 30 Zentimeter erreicht. Mittlerweile findet man an dieser Vogelschutzinsel den Eisvogel, Stockenten, das grünfüßige Teichhuhn, Kanadagänse, aber auch Bisam und Fischreiher sind anzutreffen. In den Wintermonaten rasten viele Wasservögel, besonders Tafelenten, Kolbenenten und Möwen, auf dem See die dann im Frühjahr in ihre Brutgebiete weiterreisen.
Gestern Abend bin ich noch kurz um den kleinen See gelaufen. Es sind rund 2 km auf schönem Kiesweg immer nahe am Wasser. Am Ende gibt es ein Restaurant mit einer grossen Minigolf Anlage sowie einer Bootsvermietung. Ich belohnte mich mit einer Eistüte.
Nach einer ruhigen Nacht bin ich gegen 10.00 Uhr weiter Richtung Norden gefahren. Die Einschränkungen setzten sich fort. Umleitungen um Umleitungen unterwegs. Das Navi spielte verrückt und wusste teilweise nicht mehr wohin. Auf dem Trackbild sieht man die weiten Umleitungen. Ich musste anhalten und alles neu ordnen das Navi neu programieren und dann ging es weiter. Ich hatte am Schluss rund 80 km mehr auf dem Tacho als gerechnet. Meine Nerven wurden bis aufs äusserste strapaziert. Wenigstens war das Wetter grandios und die Landschaft traumhaft schön. In Schlüsselfeld angekommen gönnte ich mir als Belohnung ein Eis von der Eisdiele im Städtchen. Rund um den kleinen Laden waren sicher mehr als 50 Personen am Eis schlecken.
Montag - 25.8.2026
keine Fahrt
Ich bin bis Morgen in Schlüsselfeld bei Morelo um diverse Änderungen an Heizung, Navi und Bird View machen zu lassen.
Dienstag, 25. August 2026
Schlüsselfeld - Meiningen >>>> 140 km
Wetter, bewölkt, Schauer 20°C
Übernachtung: Werrastraße 1, 98617 Meiningen
Bereits um sieben Uhr musste ich vor Tor 3 bereit sein. Die Serviceleute warteten bereits. Gegen 14.00 Uhr schaute ich mal nach wie weit sie waren. Sie kamen direkt vom Mittagstisch und waren am aufräumen. Der Verantwortliche brachte mir eine schlechte Nachricht. Sie konnten die Heizung und den Bildschirm nicht fertig machen da Teile fehlten. Sie wurden nicht geliefert und niemand hat das kontrolliert. Von der Produktion konnte sie nichts holen da zur Zeit wegen des Salons in Düsseldorf niemand im Werk ist. Sie haben zwei Wochen Betriebsferien. Ich habe auf der Rückreise einen Termin vereinbart sodass ich nicht nochmals hochfahren muss. Einige kleinere Probleme haben sie gelöst und die beiden ausstehenden Probleme sind fast gelöst. Es fehlen nur Kabel die nicht geliefert wurden und der Schalldämpfer der Heizung. Es funktioniert aber alles. So konnte ich bereits am frühen Nachmittag losfahren weiter gegen Norden. Gegen 17.00 Uhr sah ich das Wohnmobilzeichen in Meiningen. Ich entschloss den Platz anzufahren. Er ist sogar Kostenlos.
Mittwoch, 26. August 2026
Meiningen - Goslar >>>> 215 km
Wetter, bedeckt >>> 16°C
Übernachtung :Schiff Finnlady
Vor der Abfahrt machte ich noch einen Besuch der Stadt. Die Altstadt liegt nur wenige Fussminuten vom Wohnmobilplatz entfernt. Das Erste, was sofort bei Ankunft ins Auge springt, sind die vielen alten Fachwerkhäuser. Die Stadt ist grosszügig geplant. Grosse Strassen und Plätze fallen mir als Schweizer zuerst auf. Auch der Marktplatz mit seiner massiven Stadtkirche „Unseren lieben Frauen“, deren Dach mit bunten Zierknopf-Mustern versehen ist, sind ein echter Blickfang. Auf allen öffentlichen Plätzen und Bushaltestationen stehen diese Tafeln.
Auf allen öffentlichen Plätzen und Bushaltestellen konnte man das Plakat lesen. Eine gute Idee finde ich. Weiter ging es in die Fussgängerzone wo man zum Residenzschloss Elisabethenburg kommt das von einem schönen Park mit alten Eichen und Linden umgeben ist. Angelegt wurde der Schlosspark Anfang des 18. Jahrhunderts, unter Herzog Bernhard I. von Sachsen-Meiningen, im Stil französischer und holländischer Renaissancegärten. Er bestand aus acht, von Mauern und Wassergräben umrandeten Quadraten.
Es hätte noch viele interessante Dinge zu besichtigen gegeben. Leider reichte meine Zeit nicht, denn ich musste noch einige Kilometer zurück legen. Da ich auf Nebenstrassen fuhr dauerte es Stunden. Immer wieder kamen auch alte DDR Strassen mit unebenen löchrigen Stellen.
Donnerstag, 27. August 2016
Da ich heute genug Zeit hatte, da ich erst ca. 23.00 Uhr einchecken kann, habe ich noch die Stadt Goslar besucht. Ich konnte wenige Meter von der Alstadt parkieren. Es gibt dort einen grossen kostenfreien Parkplatz. Zu Fuss ist man in ca. 15 Min mitten in der Altstadt. Diese ist von Mauern und Grünanlagen umgeben und beherbergt etwa 1.500 Fachwerkhäuser aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Sie ist eine der am besten erhaltenen historischen Städte der Welt und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt Die Atmosphäre in der Altstadt ist wirklich einzigartig, mit imposanten Bauwerken, malerischen Gassen und historischen Gebäuden. Als ich in die Nähe der Stadt kam fiel mir ein imposanter Turm auf. Einer meiner absoluten Favoriten unter den Goslar Sehenswürdigkeiten ist der Zwinger. Der historische Turm wurde im Jahr 1517 als Teil der Befestigungsanlagen der Kaiserstadt Goslar errichtet. Als ich den Zwinger betrat, war ich beeindruckt von den 6,5 Meter dicken Mauern, die ihn umgeben. Der Turm gehört zu den stärksten Befestigungstürmen Europas und ist ein wichtiges Wahrzeichen von Goslar.
Interessant ist auch der Marktplatz den ich zuerst ansteuerte. Rund um den Platz hat es wunderschöne restaurierte Gebäude. Sie sind sehr lat. Goslar wurde während dem Weltkrieg von Bombardierungen verschont.
Im Mittelpunkt der Stadt liegt der grosse Marktplatz. Der imposante Marktkirchturm und das Rathaus überragen den Platz und sind ein Highlight für jeden Besucher. Das Rathaus ist eines der ältesten und beeindruckendsten Gebäude auf dem Marktplatz und dient seit Jahrhunderten als Verwaltungssitz der Stadt. Ein weiteres markantes Merkmal des Platzes ist der Marktbrunnen, der den Mittelpunkt des Marktplatzes markiert. Die Statue des Adlers auf der Spitze des Brunnens ist das Wahrzeichen von Goslar.
Um 12.00 Uhr warteten die Touristen auf das Glocken- und Figurenspiel. Viermal am Tag erzählt das Glockenspiel die Geschichte des Rammelsberger Bergbaus von der sagenhaften Entdeckung durch den Ritter Ramm bis zur Neuzeit. Das Glockenspiel ist ein tolles Erlebnis und gibt einen Einblick in die Geschichte der Stadt. Auf dem Marktplatz gibt es zahlreiche Restaurants und Cafés, die zum Verweilen einladen und ein tolles Ambiente bieten. Hier kann man sich entspannen und das Treiben auf dem Platz beobachten. Die gastronomische Szene auf dem Marktplatz ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack das Richtige.
Ich habe zum Schluss noch einen Stadtrundgang mit der Bimmelbahn gemacht. Die Informationen über die Geschichte und die Einwohner Stad waren spannend. Ursprünglich war es eine Bergbau Stadt. Gemeinsam mit dem Erzbergwerk Rammelsberg und der Oberharzer Wasserwirtschaft wurde sie von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgezeichnet. Dieses dreifache Siegel beschreibt einerseits die Schönheit und Außergewöhnlichkeit dieser Orte und betont andererseits eine Verantwortung: Eine Stadt über lange Zeit zu bewahren, ist nämlich gar nicht so einfach. Deswegen hilft jeder Goslarer mit, dieses wunderbare Erbe lebendig zu erhalten.
Nach dem Mittag wurde es Zeit die restlichen Kilometer von Deutschland unter die Räder zu nehmen. Wie schon die letzten Tage benützte ich die Landstrassen. Der Verkehr ist stark immer wieder Lichsignale und LKW mit 60 km unterwegs. So zog sich der Weg. Ich hatte wieder sechs Stunden zum Fahren. In Travemünde parkierte ich auf dem grossen Parkplatz hinter dem Maritim. Zu Fuss ging ich dann in ein mir bekanntes Restaurant direkt an der Trave. Zander war auf der Speisekarte. Wie das letzte mal genoss ich den Fisch mit einem guten Glas Wein. Als Dessert leistete ich mir drei Kugeln leckeres Eis. Es wurde schon langsam Dunkel. Pünktlich konnte ich das Einlaufen der Finlady noch sehen. Ich werde um 23.00 Uhr zum Hafen fahren und rechne ca. nach Mitternacht in den grossen Schlund einfahren zu können. Ich melde mich wieder am Sonntag.



